Bedingungsloser Einsatz für jugendliche Flüchtlinge!

UMA-Gruppen des Luise-Scheppler-Heims verdienen unsere Unterstützung! Doppelpass mit dem ASC Neuenheim!


(Foto: Joseph Weisbrod)

Sie stammen aus Afghanistan, Äthiopien, Elfenbeinküste, Eritrea, Guinea oder Syrien: 14- bis 17jährige Jungs, die ihre Eltern, ihre Familie, ihre Heimat in höchster Not verlassen mussten und mutterseelenallein oft unter gefährlichen Voraussetzungen in Heidelberg eine erste Zuflucht in der vorläufigen Inobhutnahme gefunden haben. Man nennt sie UMA: Unbegleitete Minderjährige Ausländer. Sie heißen Abdul, Amadou, Erfan, Ibrahim, Ismael, Kadir oder Mubarak. Aus Schutz für die Jugendlichen verzichten wir hier auf die Nachnamen.

Die überaus aufgeweckten, wissbegierigen und freundlichen Teenager haben auf ihrer Flucht nicht selten Schreckliches erleben müssen Inhaftierung, überfüllte Schlauchboote bis hin zur Erschießung des eigenen Bruders - und Sicherheit, Stabilität und Geborgenheit erst wieder in der UMA-Gruppe erlernen dürfen (Hauptfoto). Sie sagen": "Ich bin hier in eine Familie hineingekommen"; "hier habe ich Ruhe erfahren und Sicherheit spüren dürfen; "hier kann ich vertrauen."

Organisiert und vor Ort realisiert wird die UMA-Betreuung über das Luise- Scheppler-Heim, eine angesehene Jugendhilfeeinrichtung des Diakonischen Werkes, unter der Bereichsleitung von Oliver Butterer und der Gruppenleitung Elena Bertolini.

Vertrauen und Partizipation: Zuwendung erfahren, teilhaben, mitarbeiten!

Die Warmherzigkeit, mit der die gebürtige Italienerin Elena Bertolini und ihre Schützlinge sich begrüßen und umarmen, berührt den Besucher tief. Dabei haben die fast durchweg traumatisierten und von Ängsten geplagten Jugendlichen einen strikt geregelten Tagesablauf nicht nur mit Rechten, sondern auch mit Pflichten. "Partizipation", Teilhabe, ist die Maxime, wie Elena hervorhebt.

Geregelter Tagesablauf: Morgens um 6 Uhr klingelt der Wecker!

Tagsüber ist Unterricht in der Schule, nachmittags um 14.00 Uhr gemeinsames Mittagessen und um 19.00 Uhr gemeinsames Abendessen. Den Speiseplan stellen die jungen Bewohner mit dem Betreuungsteam auf. Am Nachmittag stehen verschiedene Aktivitäten an. Die Jungs übernehmen bereitwillig Putz-, Spül- und Reinigungsdienste, machen ihre Betten selbst und helfen in der Küche oder beim Einkauf.

Die arabisch, afrikanisch, persisch, französisch oder englisch sprechenden Teenager haben im achtköpfigen Betreuerteam Muttersprachler bzw. sprachkundige Mitarbeiter. Keine Selbstverständlichkeit! Beim zweistündigen Besuch führt "Mamischko" Elena Bertolini - "Mamalein", wie die Jungs die ausgebildete Jugend- und Heimerzieherin liebe- und respektvoll nennen - durch die hellen, schlichten, nach dem in nur vier Wochen vollzogenen Turbo-Einzug im Dezember 2015 noch spartanisch ausgestatteten Räume.

Ihre Idole heißen wie überall auf der Welt Ronaldo & Messi: Amadou, Erfan & Co. sind echte Verstärkungen für die A- und B-Junioren des ASC Neuenheim!

In ihrer Freizeit spielen die Jungs am liebsten Fußball. Der aus Gambia stammende Amadou und der afghanische Erfan sind bereits eine willkommene Verstärkungen bei den A- und B-Junioren des ASC Neuenheim. Der 15jährige Erfan (Foto: mit "Mamischko" Elena), ein quirliger Zehner, hat schon vier Saisontore für seine Kreisliga-Mannschaft geschossen. Und A- Junior Amadou ist, wie Mitspieler sagen, mit seiner Schnelligkeit und Technik eine echte "Rakete" in ihrem Team, das nach seinem 6 : 2-Auswärtssieg bei der SG St. Ilgen/Nußloch sogar Tabellenführer ist.

Das Wichtigste aber: Die UMA fühlen sich pudelwohl beim ASC Neuenheim! Bei seinem Erstbesuch in der Einrichtung hatte der Gast Originaltrikots von Messi & Co., Fußbälle, ein paar Kick- und Laufschuhe, einen kompletten Trikotsatz des ASC Neuenheim und - last but not least - eine Gitarre für den musikalischen Mubarak im Kofferraum (Foto). Ein willkommener "Tropfen auf den heißen Stein"!

Von Klamotten bis zum Tischkicker: Eure Spenden machen Freude!

Da die UMA-Einrichtungen auf Spenden jeglicher Art angewiesen sind, bitten wir alle, die diesen Post lesen, sich zu überlegen, was sie entbehren oder abgeben können: Fußball- und Turnschuhe, Trainingsklamotten, T- Shirts, Socken, Pullover, Jacken, Zahnpasta, Shampoo, Decken, gerne auch Möbelstücke! Die Liste der benötigten Sachspenden lässt sich beliebig ergänzen.

Toll wäre zum Beispiel, wenn sich ein Tischfußball-Kicker oder ein Flachbildfernseher auftreiben ließe! Was die Kids übrigens vermissen: Möglichst bunte Topfblumen für ihre Zimmer! Den "Grünstreifen" mit den Sonnenblumen vor ihrem Wohnheim haben sie gemeinsam mit dem Team angelegt, hegen und pflegen ihn sorgsam (Foto).

Wer die UMA-Gruppe und das sich aufopferungs- und liebevoll für sie einsetzende Kernteam um Oliver Butterer und Elena Bertolini mit Sach- oder Geldspenden unterstützen will, wende sich bitte am besten an den Autor dieser Zeilen: Joseph Weisbrod, Telefon 06203/692350 (gerne auch AB, ruft zurück!). E-Mail joseph@weisbrod.eu.

Herzlichen Dank für Eure Unterstützung!

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Joseph Weisbrod

16.10.2016