Heidelberg Kreisklasse A
Saison 2017/18, 2. Spieltag

Vorbericht zum 2. Spieltag

Samstag 26.08.2017, 15:00 Uhr
TSV Gauangelloch - ASC Neuenheim II 2:1 (0:0)

Aufstellung des ASC Neuenheim
  1. Dominic Treiber
  2. Robert Scheel (83. Maximilian Knorn)
  3. Neil Kranzhöfer
  4. Nico Chatzitheodorou
  5. Leon Juilius Ernestus
  6. Caner Tilki
  7. David Wehner
  8. Vincent Rammelsberg (66. Valentin Bleß)
  9. Maximilian von Scheidt
  10. Nikolas Plankert (28. Peter Weis)
  11. Moritz Furrer (46. Ralf Berger)
  12. Miguel Bernal
  13. Felix Walz
  14. Peter Weis
  15. Maximilian Knorn
  16. Thomas Buch
  17. Ralf Berger
  18. Valentin Bleß
  19. Felix Frank
  20. Jacob Insua (ETW)
Tore
  • 0:1 68.Min Maximilian von Scheidt, nach Vorarbeit von Ralf Berger
  • 1:1 74.Min Matthias Mayer
  • 2:1 86.Min E. Karamanitakis

2 Karten für Neuenheim

  • 45.Min Gelb für Caner Tilki
  • 77.Min Gelb für Leon Juilius Ernestus

Frank not amused: A-Klasseteam in Gauangelloch besser, aber mit leeren Händen!

Super-Gau in Gauangelloch: So empfanden die ASC-Spieler die schmerzhafte, weil unverdiente Niederlage im Topspiel beim TSV Nordstern. Ihr Trainer Frank Schüssler (Foto: Trinkpause) war so richtig bedient. Denn dieses Match hätte seine junge, begabte Garde nie und nimmer verlieren dürfen. Von Beginn an waren die Gäste aus Heidelberg die bessere, die aktivere, spiel- und lauffreudigere Mannschaft. Nur die Ausbeute in Form von klaren Torchancen ließ - abgesehen von einem Kopfball von Mittelstürmer Maximilian von Scheidt nach einer Ecke von David Wehner über die Querlatte in der 25. Minute - fast bis zur zweiten Hälfte auf sich warten.

Der TSV setzte auf heimischer Anlage vor allem auf Konter und auf die individuelle Klasse seines neuen Spielertrainers Matthias Mayer. Der Ex- Bammentaler Torjäger schoss nach einem brachialen Soloritt durch die ASC-Abwehr allerdinngs weit am linken Pfosten vorbei (34.). Bei einem Flanken-Irrläufer des fast 40jährigen TSV-"Oldie but Goldie " Sayvongsa Layner musste der tadellose ASC-Torwart Dominic Treiber schon sein Können aufbieten, um den tückischen Ball noch über die Latte zu lenken (41.).

Der Sturm- und Drangphase entsprang nur der überfällige Führungstreffer von Maximilian von Scheidt!

Nach dem Wiederanpffiff des nicht nur wegen seiner Kahlköpfigkeit im Sonnenlicht glänzenden Schiedsrichters Thomas Hirschberg biss der ASC sich, angetrieben von Landesliga-"Profi" Caner Tilki, im TSV-Strafraum fest wie weiland Luis Suarez in der Schulter von Giorgio Chiellini. Der eingewechselte Vollgasgeber Ralf Berger flankte maßgenau auf auf den Ex-Lützelsachsener Max von Scheidt. Dessen halber Flugkoofball segelte knapp am Tor vorbei (46.). Nach einem genialischen Pass des stillen Strippenziehers David Wehner eilte der wuchtige Ralf Berger allein auf den grünen Kasten zu. Doch der Ex-Dossenheimer schoss dem geschmeidigen TSV- Torwart Steffen Bernhauer zentral in die Fangarme statt ins lange und leere Eck (49.)

Allein aus der folgenden Eckball-Orgie des auch für Standards prädestinierten David Wehner hätten die Gäste die Neuenheimer Führung zimmern müssen. Erst in der 68. Minute war es endlich soweit: Mit seinem überraschenden Hosenboden- Diagonalpass in die Strafraum-Schnittstelle bediente Aktivposten Ralf Berger seinen in den Freiraum gestarteten Neuner Max von Scheidt, der kalt wie eine Eisbärschnauze perfekt ins lange Eck zum überfälligen 0:1 vollstreckte - siehe Video. Bereits das vierte Ligator des Maximal-Neuzugangs im zweiten Saisonspiel!

Selbstbestrafung nach der Devise: Gegentore leicht gemacht!

Dass der ASC diese Führung noch aus der wohl doch allzu lockeren Hand gab, tut aus Sicht auch der Neuenheimer Kiebitze, darunter Landesliga-Coach Alex Stiehl, Ex-Trainer Timo Mifka und ASC-Vize Werner Rehm heute noch weh. Eine Viertelstunde vor dem Ende konnte der eingewechselte TSV-Angreifer David Ginz ungehindert fast von der Eckballfahne in den Strafraum flanken. TSV-Boss Matthias Mayer lauerte am langen Pfosten und schob aus wenigen Metern zum überraschenden Ausgleich ein (74.).

Doch es kam noch schlimmer für das junge ASC-Team. Zehn Minuten vor dem bitteren Ende ging David Ginz im Strafraum wie ein gefällter Baum ohne Kettensäger zu Boden. Den umstrittenen Foulelfmeter verwandelte TSV-Neuner Emanuel Karamanitakis, flinker Sohn des ehemaligen ASC-Spielers Machmoud "Kaktus" Karamanitakis, prägnant und unhaltbar zum mehr als glücklichen 2:1-Endstand (86.. Und so erfüllte sich eine alte fußballerische Binsenweisheit: Die bessere Mannschaft hat verloren - und muss sich trotzdem an die eigene Nase fassen.

Die Mannschaft von Trainer Frank Schüssler und Co-Coach Miguel Bernal pausiert am nächsten Wochenende und kann sich ab sofort voll auf das Hammerspiel beim TB Rohrbach am Mittwoch, dem 6. September, um 19.30 Uhr konzentrieren. Der Turnerbund, einer der Meisterschaftsfavoriten, hat beim FV Nußloch II nur ein 1 : 1-Unentschieden geholt und wird alles daran setzen, um sein nächstes Heimspiel zu gewinnen.

Joseph Weisbrod

Spieltag und Tabelle