Kreisklasse A Heidelberg
Saison 2017/18
Vorbericht zum 16. Spieltag

Showdown beim Gipfelduell gegen Topverfolger VfL Heiligkreuzsteinach!

Am Sonntag zur frühen High Noon-Zeit um 11.45 Uhr steigt das ultimative Gipfelftreffen zwischen dem Spitzenreiter und dem Tabellenzweiten VfL Heiligkreuzsteinach. Der Kreisliga-Absteiger (29 Punkte) ist prächtig in Schuss und will den 4-Zähler-Abstand beim Schüssler-Ensemble unbedingt verkürzen. In der Tordifferenz trennt die beiden Topteams nur ein einziger Treffer. Die Ballermänner von VfL-Trainer-Urgestein Rüdiger Abfalterer (50:24) haben in Nils Roßnagel mit 9 Toren ihren bisher treffsichersten Goalgetter. Noch weiter oben in der A-KLasse-Torjägerliste steht der wieder genesene ASC-Knipser Maximilian von Scheidt, der in nur 10 Ligaspielen bereits 11 Buden gemacht hat.

Es wäre schön, wenn am letzten Super-Sonntag vor der langen Winterpause möglichst viele ASC-Anhänger die beiden Mannschaften nach einer erfolgreichen Hinrunde unterstützen würden! Auch wenn es kalt werden sollte am ersten Advent: Bei den Spielen unserer ASC-Teams wird's Euch - auch dank heißen Glühwein - garantiert warm um's Fußballer-Herz!

Joseph Weisbrod

Der erste Mann hat das letzte Wort

Fußballkreis-Vorsitzender Johannes Kolmer über Ermutigendes und Bedrohliches Keine generelle Absage am Wochenende

Von Wolfgang Brück

Heidelberg. Johannes Kolmer funkt S.O.S. Der Chef des Fußballkreises Heidelberg beklagt, dass sich das Feld der Mannschaften lichtet. Bedenklich auch: Im Nachwuchsbereich sind die Zahlen bei den älteren Jahrgängen leicht rückläufig. Schuld daran sei nicht nur die demographische Entwicklung, meint Kolmer.

Der 62-jährige Hirschhorner, der seit zehn Jahren souverän und umsichtig den FußballkreisHeidelberg führt, sucht nach Wegen, den Vereinsfußball attraktiver zu machen. Helfen würden kompetente Übungsleiter. Kolmer: "Überall dort, wo qualifizierte Trainer arbeiten, wie zum Beispiel in den Förderzentren in Walldorf, Sandhausen und Kirchheim, rennen uns die Jugendlichen die Bude ein."

Ein gutes Beispiel ist auch der ASC Neuenheim. Dank idealer Bedingungen rund um den neuen Fußballcampus läuft es bei den Anatomenwie geschnitten Brot.

Auf dem flachen Land kommt es derweil oft zu Engpässen. Gerade musste die Spielgemeinschaft Mittleres Neckartal das Handtuch werfen. Die Jungs aus Rockenau, Hirschhorn und Eberbach brachten keine Mannschaft mehr zusammen. Angemeldet und sofort wieder zurückgezogen hat sich eine Spielgemeinschaft aus Wiesloch und Dielheim. Die TSG Wilhelmsfeld wurde vom Exodus überrascht. Ein Dutzend Spieler verließ den Verein, man musste abmelden. Personalmangel herrscht auch bei den Freien Turner Kirchheim II. Zwei Spiele mussten abgesagt werden. Beim dritten Mal ist Feierabend.

Erstaunlicherweise nicht in Anspruch genommen wird das Norwegische System. Es soll in den C-Klassen Spiele mit reduzierter Mannschaftsstärke, also zehn gegen zehn oder neun gegen neun, ermöglichen.

Johannes Kolmer, der in Hirschhorn das Flügelhorn bläst, schlägt aber nicht nur düstere Töne an. Erfreulich ist, dass dank einer guten Jugendarbeit die Zukunftsaussichten in Baiertal und Schatthausen, wo bei der zweiten Mannschaft die Lichter auszugehen drohten, nun doch nicht so schlecht sind. Um nur eines von mehreren Beispielen zu nennen.

Saugut schlägt sich Neuling Neckarsteinach in der A-Klasse, obwohl gerade Wildschweine den Sportplatz im Schönauer Tal umgegraben haben. Hoffnungen auf die beiden Aufstiegsplätze, die vor dem letzten Spieltag an diesem Wochenende der ASC Neuenheim II und der VfL Heiligkreuzsteinach einnehmen, kann sich noch die halbe Liga machen. Spannung ist garantiert. Am Sonntag (11.45 Uhr) kommt es auf dem Fußballcampus zum Gipfeltreffen zwischen Neuenheim und Heiligkreuzsteinach.

In der Kreisliga dürfte die DJK/FC Ziegelhausen-Peterstal auf dem Weg zurück in die Landesliga nicht mehr aufzuhalten sein, doch um den Relegationsplatz ist ein spannender Vierkampf entbrannt. Dabei kommt es am Sonntag (14 Uhr) zum Verfolger-Duell zwischen dem Rangdritten SG Horrenberg und dem Tabellenzweiten FT Kirchheim. Aussichtsreich im Rennen sind auch der FV Nußloch und der VfB Leimen, wo sich Cheftrainer Andreas Stober, sein Assistent Volkan Cetinkaya und Team-Manager Simon Skowronek gerade auf eine Zusammenarbeit über die Saison hinaus geeinigt haben.

Ein ermutigendes Beispiel geben auch die Fußballer von Lokomotive Walldorf. Eine Woche nach dem 0:13 im Pfaffengrund und zwei Wochen nach dem 0:14 beim VfB Wiesloch II feierten die Walldorfer mit dem 3:3 gegen die TSG Rohrbach ihren ersten Punktgewinn in dieser Saison. 103 Gegentore kassierten die früheren Freizeit-Fußballer, doch entgleist ist die Lokomotive bisher nicht. Das nötigt nicht nur Johannes Kolmer Respekt ab. Der Kreis-Vorsitzende meint: "Man sieht aber auch, wie gewaltig der Unterschied zwischen dem organisierten Fußball und dem Kicken auf der grünen Wiese ist."

Leidlich zufrieden ist der Erste Hauptkommissar, der das Polizeirevier Neckargemünd leitet, mit der Friedfertigkeit auf den Fußballplätzen. Anfangs der Runde gab es zwar in Frauenweiler und Rauenberg Spielabbrüche, doch mit den gesunkenen Temperaturen haben sich auch die Gemüter offenkundig abgekühlt. Der erste Mann in seinem letzten Wort vor dem abschließenden kompletten Spieltag vor der Winterpause: "Es läuft alles ruhig und geordnet." Eine generelle Absage des kompletten Spieltages, wie sie Anfang der Woche erwogen wurde, soll es nicht geben. Vereine, deren Heimspiele gefährdet erscheinen, mögen sich an die Staffelleiter wenden.


Samstag 02.12.2017 16:00 Uhr
SG Rockenau - SG Mückenloch/Dilsberg II

Sonntag 03.12.2017 11:45 Uhr
ASC Neuenheim II - VFL Heiligkreuzsteinach

Sonntag 03.12.2017 12:15 Uhr
FV Nußloch II - TSV Gauangelloch

Sonntag 03.12.2017 13:00 Uhr
SG Schatthausen/Baiertal II - TB Rohrbach

Sonntag 03.12.2017 14:00 Uhr
VfB Wiesloch - SpVgg Neckarsteinach
SG Dielheim - SV 08 Waldhilsbach
FC Hirschhorn - TSV Rettigheim
SV Eberbach - VfB Leimen II


Rhein-Neckar-Zeitung vom 01.12.2017