Nach Elfmeter-Shutdown gegen FC Olympia Kirrlach

ASC Neuenheim gewinnt maba!-Cup 2019 der SGK Heidelberg!

Beeindruckender maba!-Cupsieg ein Motivationsschub für die Saisonvorbereitung!

Fußball kann auch gerecht sein: Nach zwei spannenden Turniertagen standen sich die beiden besten Mannschaften im Finale des maba!-Cup 2019 auf dem Centre Court der SGK Heidelberg gegenüber. Der ASC Neuenheim startete am Samstag um 12.00 Uhr mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg gegen die SGK Heidelberg U 23 in das Turnier. Als zweifacher Torschütze (4./28. Min.) beeindruckte das draufgängerische ASC- Eigengewächs Felix Dipper, der es als einstiger A-Junior nach seinem Kreisliga- Jahr in den Landesligakader geschafft hat. Das zwischenzeitliche 2:0 besorgte der Walldorfer Neuzugang Markus Meyer in der 12. Minute nach einem Pass von Stefan Berger und einer Schmackes-Flanke des (f)linken Außenbahn-Gasgebers Steffen Rittmeier. Und hinten hielt der gerade 19 Jahre jung gewordene Jonas Kürsch (zuletzt Ludwigshafener SC) seine neue Beziehungskiste besenrein.


Sieger beim maba!-Cup:
hinten: Joseph Weisbrod, Christoph Kazmaier, Jonas Kirsch, Dominik Sandritter, Marcel Hofbauer, Fabian Springer,
Patrick Schleich, Levin Sandmann, Soh Kashida, Philipp Knorn, Carsten Hannemann, Mario Boas, Trainer Alex Stiehl und Ralf Gieseler
vorne: Stefan Berger, Markus Meyer, Steffen Rittmeier, David Kiefer, Felix Dipper, Alex Kerber und Medin Dokara.
(Foto: Werner Rehm)

Aus der Niederlage im Gruppenspiel gegen FC Olympia Kirrlach für das Endspiel gelernt!

Auch im zweiten Gruppenspiel gegen den späteren Finalgegner FC Olympia Kirrlach gab der spiel - und lauffreudige Landesligist zunächst den Ton an. In der 3. Minute fühlte Levin Samdmann dem guten FC-Torwart erstmals auf den Zahn. Mit einem wunderbaren Spielzug nach einem Klassepass von David Kiefer und einer Maßflanke von Levin Sandmann verpasste Neuzugang Christoph Kazmaier nur knapp per Kopf (6.). Die Chancenvergabe sollte sich umgehend rächen. Nach einem Eckball flipperte ein olympischer Kopfball unhaltbar für ASC-Torhüter Dominik Sandritter ins tiefe Eck (12.). Ein Kirrlacher Sieg der Effizienz!

Auch in das erste Sonntagsspiel gegen den Mannheimer Kreisligisten TSV Amicitia Viernheim ging die Mannschaft von Trainer Alex Stiehl und dem neuen spielenden "Co" Marcel Hofbauer mit viel Elan und Spielwitz. Doch die erste Torchance nach dem Neuenheimer Anfangsfeuer hatten die Grünen. In der 10. Minute bedufte es schon der Klasse des späteren Turnier-Besten Dominik Sandritter, um mit einem Panthersprung den Neuenheimer Rückstand zu verhindern.

ASC-Neuzugänge erweisen sich als Volltreffer!

Nach ASC-Möglichkeiten für den glänzend aufgelegten Levin Sandmann, Strippenzieher Marcel Hofbauer und Power-Youngster Felix Dipper die logische Führung für den Landesligisten um Souverän-Kapitän Dominik Räder. Nach Vorlage von Marcel Hofbauer und Gourmet-Pässchen von Levin Sandmann platzte auch bei Neuzugang Christoph Kazmaier (14 Saisontore für den 1. FC Mühlhausen) mit seinem coolen Abschluss zum 1:0-Sieg der Knoten.

Der 21jährige Christoph Kazmaier eröffnete auch das erste Zwischenrunden-Spiel gegen die SGK Heidelberg II nach direkter Kombi über Patrick Schleich, Marcel Hofbauer und Markus Meyer mit der Führung in der 13. Minute. ASC-Silberpfeil Stefan Berger schaltete in der 20. Minute den Turbo ein und krönte sein Überholmanöver mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 2:0.

Nach einem Pass von Marcus Meyer sauste der Ex-Plankstadter Steffen Rittmeier auf seiner Rennbahn entlang. Seine Linksflanke nahm Patrick Schleich mit vollem Risiko volley und jagte die Kugel wie aus der Pistole geschossen auf den SGK- Kasten. Das Geschoss prallte von der Lattenunterkante ins Tor (26.). Ein atemberaubendes Tor, dem Levin Sandmann in der 30. Minute noch das 4:0 folgen ließ.

Im letzten Zwischenrunden-Spiel benötigte der ASC zum Finaleinzug nur einen Punkt gegen den TSV Wieblingen. Doch damit wollte sich die trotz der frühen Saisonphase und taktischer Experimente bereits erstaunlich funktionstüchtige Mannschaft von Trainer Alex Stiehl nicht zufrieden geben. Das Fußballspaß-Team um ASC-Kapitän David Kiefer, der den am Sonntag fehlenden Schlüsselspieler Dominik Räder vertrat, knüpfte an seine Offensivdynamik an und nahm den TSV umgehend in den Würgegriff.

Trainer Alex Stiehl greift in die taktisch-personelle Trickkiste!

Nach klugem Rückpass von Levin Sandmann gingen die forschen Gelbhemden in der 3. Min durch den sowas von abgezockten Neuzugang Markus Meyer in Führung. Das 2 :0 besorgte der ebenfalls neue Alex Kerber mit seinem technischen Kabinettstück nach Service von Markus Meyer (10.). Fünf Minuten später erhöhte Levin Sandmann im Tango- Duett mit Alex Kerber im auf 3:0. Der für ASC-Torwart Dominik Sandritter nicht zu packende, weil tückisch abgefälschte TSV-Freistoß zum 3:1-Endstand war letztlich nur noch Ergebniskosmetik.

Nach dem 2:1-Sieg des erfrischend unbekümmerten Neu-Landesligisten SGK Heidelberg im kleinen Finale gegen den Ex-Klassengegner TSV Wieblingen kam es im Endspiel zum reizvollen Wiedersehen der Gruppengegner FC Olympia Kirrlach und ASC Neuenheim. Während der Verbandsligist alle Spiele gewonnen hatte, schoss der ASC Neuenheim auf dem Weg ins Finale - bei einer nicht nötigen Niederlage eben gegen Kirrlach - nur Siege und ein Torverhältnis von 9:2 heraus.

Alle fünf Final-Elfmeter perfekt verwandelt!

Im fünften und letzten Turnier-Match spielte der Ex-Walldorfer Markus Meyer erneut den Türöffner mit seinem feinfüßigen Treffer zum 1:0 in der 16. Minute. Zehn Minuten vor dem Abpfiff konnte der FC Olympia Kirrlach nach einem Neuenheimer Ballverlust den Ausgleich zum 1:1 erzielen (25.).

Den Elfmeter-Shutdown entschied der ASC Neuenheim danach knapp für sich. Markus Meyer, Levin Sandmann, David Kiefer, Medin Dokara und - last but not least - der letzte Schütze Patrick Schleich verwandelten alle Elfmeter in Perfektion. Da der starke FC-Torjäger den dritten Elfer an die Latte donnerte, konnten die Neuenheimer den Sieg im maba!-Cup 2019 bejubeln.

Geburtstagskind Dominik Sandritter "bester Torwart"!

Der Ex-Kirchheimer und Kapitän David Kiefer nahm in seinem einstigen "Wohnzimmer" den Siegerpokal und den überdimensionalen Deutsche Bank-Scheck der SGK Heidelberg über 1.000 Euro entgegen. Den Beitrag für die Mannschaftskasse hat sich das Team von Trainer Alex Stiehl mit seinem starken Auftritt auf und neben dem Platz redlich verdient. Dominik Sandritter wurde an seinem 24. Geburtstag als bester Torhüter geehrt. Die Neuenheimer Nummer Eins hat diese Auszeichnung übrigens bereits zum zweiten Mal bei seinen drei maba!-Cup-Siegen (2 x mit dem FCA Walldorf) erhalten.

Ein dickes Kompliment und Dankeschön gilt dem hevorragenden Veranstalter SGK Heidelberg für die professionelle Organisation um Thorsten Maas und dessen sympathischem Team!

Joseph Weisbrod

Dominik Sandritter beschenkte sich doppelt

An seinem 24. Geburtstag gewann er mit dem ASC Neuenheim den maba!-Cup und wurde als bester Torwart ausgezeichnet

Von Wolfgang Brück

Heidelberg. Die schönsten Geschenke machte sich Dominik Sandritter selbst. Gestern, an seinem 24. Geburtstag, wurde der Mechatroniker aus dem Pfaffengrund mit dem ASC Neuenheim Sieger beim maba!-Cup und wurde als bester Torwart ausgezeichnet. Im Endspiel schlug der Landesligist den Verbandsligisten Olympia Kirrlach mit 6:4 nach Elfmeterschießen. Den dritten Platz belegte die SGK Heidelberg. Die Gastgeber gewannen das kleinen Finale gegen den klassenhöheren TSV Wieblingen mit 2:1.

Neuenheim löste Vorjahressieger Sandhausen II ab und wurde mit tausend Euro belohnt. SGK-Boss Uwe Hollmichel war mit der Veranstaltung rund um zufrieden.Vorschläge, das Turnier etwas zu straffen, will er in die Überlegungen fürs nächste Jahr einfließen lassen.

Dominik Sandritter feierte den doppelten Erfolg in vertrauter Umgebung. Er war in der Jugend in Kirchheim, ehe sich Waldhof, Sandhausen und Walldorf die Dienste des talentierten Torwarts sicherten. In Neuenheim profitiert er von der Kompetenz des Torwart-Trainers Andreas Kriehuber. "Dominik ist sportlich und menschlich top", lobt sein Trainer Alexander Stiehl.

"Spielerisch waren wir die Besten", meint ASC-Medienchef Joseph Weisbrod. Verheißungsvolle Neuzugänge wie Marcel Hofbauer, Alexander Kerber, Markus Mayer oder Steffen Rittmüller setzten am Samstag und Sonntag erste Ausrufezeichen. Nach Platz fünf in der vergangenen Saison wollen die Anatomen diesmal unter die ersten Vier kommen, auch wenn Stiehl mehrere Rivalen auf der Rechnung hat: Bammental, Mühlhausen, Eppelheim, Sankt Leon, vielleicht auch Schwetzingen und Sankt Ilgen.

Die Frage nach den wirtschaftlichen Möglichkeiten des aufstrebenden Stadtteilvereins - in der fünfjährige ägide Stiehl gab es fünf Aufstiege - beantwortet Weisbrod so: "Mit 660 Mitgliedern sind wir einer der größeren Klubs. Da kommt einiges an Beiträgen zusammen." Der Coach, der sich auch ums Marketing kümmert, spricht von rund 50 Sponsoren. Es ist sicher kein Nachteil, dass Prominente wie Professor Dr. Dr. Wolf-Georg Forssmann oder MLP-Vorstands-Chef Dr. Uwe Schroeder-Wildberg Mitglieder sind, ganz zu schweigen von Heinrich Bedford-Strom. Der oberste Protestant ließ als eisenharter Verteidiger auf dem Platz nicht immer christliche Nächstenliebe walten.

Gute Laune herrschte auch bei den Gastgebern. "Mit dem dritten Rang sind wir sehr zufrieden. Wir haben gezeigt, dass unser Konzept aufgehen kann", stellte Sportchef Can Coskun fest. Die Rückkehrer Jonas Rehm und Timo Lange nahmen bereits ihre Rolle als Führungsspieler wahr. "Wir hatten es leicht", meint der spielende Co-Trainer Rehm, "denn die Jungs aus der A-Jugend sind auch charakterlich einwandfrei. Kompliment an Koordinator Philipp Rohnacher und Jugendleiter Thorsten Maas."

Sie sind bei Manuel Wengert in guten Händen. "Für mich ist er einer der besten Trainer der Region", sagt Rohnacher über den Schwaben, "wir haben es nicht zuletzt ihm zu verdanken, dass gute Spieler zu uns kamen." Mit dabei ist auch einer mit einem großen Namen und - natürlich - der Nummer neun auf dem Trikot: Justin Neuner aus Gaiberg, 19-jähriger Enkel von Bundesliga-Schiedsrichter Manfred Neuner, hat die A-Jugend mit 20 Saisontoren in die Oberliga geballert.

Verjüngt hat sich auch der TSV Wieblingen. Vom Aufgebot der letzten Runde seien gerade mal fünf übrig geblieben, teilt Frank Schwabe mit, der für Aufstiegstrainer Norbert Muris an den Blauen Turm kam. Beim maba!-Cup ließ Schwabe einige Spieler zuhause, um ihnen die Belastung eines zweitägigen Turniers zu ersparen. Das Ziel beim Vorjahres-Aufsteiger: Der Klassenerhalt.


maba!-Cup

Vorrunden-Gruppe A: Tore Punkte 1. TSV Wieblingen 5:2 9 2. SGK Heidelberg 2:0 6 3. FV Brühl 2:3 5 4. SG ASV/DJK Eppelheim 1:2 4 5. FC Sandhausen 0:3 2 Vorrunden-Gruppe B: Tore Punkte 1. Olympia Kirrlach 7:0 9 2. ASC Neuenheim 4:2 6 3. SGK Heidelberg II 1:4 3 4. TSV Amicitia Viernheim 0:6 0 Zwischenrunde Gruppe 1: Kirchheim II - Wieblingen 1:2 Neuenheim - Kirchheim II 4:0 Neuenheim - Wieblingen 3:1 Gruppe 2: Brühl - Kirrlach 0:1 Kirchheim - Brühl 0:0 Kirchheim - Kirrlach 1:2 Spiel um Platz 3 Kirchheim - Wieblingen 2:1 Endspiel: Neuenheim - Kirrlach 1:1, 6:4 n. E.

RNZ-Bericht zur Auslosung des maba!-Cup

Heidelberger Nachrichten vom Montag, 15. Juli 2019, Seite 20