20.11.2021

Mann mit Führungsstärke

Lucas Ring (Foto: Alexander Stiehl)

„Ich habe einen Traumjob“, stellt Lucas Ring vom ASC Neuenheim fest. Der linke Flügel-Allrounder des Landesliga-Dritten arbeitet beim VfB Stuttgart. Er ist an einem Projekt beteiligt, bei dem es um technische
Innovationen im Training geht. Der Bundesligist ist gut aufgestellt. Kein anderer Verein hat aktuell mehr deutsche Jugendtitel.

Doch wie pflegt der Sandhäuser Trainer Alois Schwartz zu sagen: Stillstand ist Rückschritt. Gerade erwirbt Ring in der Akademie des VfB Stuttgart und an der Hochschule Nürtingen den Master-Abschluss in Sportmanagement und Leadership. Beim ASC beweist der 25- jährige Rheinhesse, der beim SV Gonsenheim in der Jugend-Regionalliga spielte und zu ein paar Einsätzen in der Oberliga kam, bereits Führungs-Qualitäten. Darüber hinaus erwarb er im Freiwilligen Sozialen Jahr in seinem Heimatverein SV Gimbsheim die B-Lizenz als Trainer. Sobald es der Terminkalender zulässt, will er praktische Erfahrungen sammeln. Auch mit dem ASC Neuenheim hat er ehrgeizige Ziele. „Ich hatte noch nie so ein gutes Gefühl wie in diesem Jahr. Es stimmt neben und auf dem Platz. Wir können Erster oder Zweiter werden. Der Aufstieg in die Verbandsliga ist möglich“, glaubt er. Am Sonntag in einer Woche machen sich der Rangzweite Freie Turner Kirchheim und Tabellenführer Türkspor Mannheim die Punkte gegenseitig streitig. Wird der ASC Neuenheim zum lachenden Dritten? „Schaun mer mal“, würde der Kaiser sagen. Apropos Franz Beckenbauer: Vor seinem Wechsel zum VfB Stuttgart arbeitete Ring im Golf Club St. Leon-Rot. Dort fuhr er den Golfcart des prominenten Gastes. Der Neuenheimer Abwehrspieler erinnert sich: „Franz Beckenbauer war locker drauf. Es war ein unvergessliches Erlebnis.“

Wolfgang Brück

RNZ vom 20.11.2021, Seite 25